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Archive for März 2014

Der ultimative Beweis:

Auch auf Hainan gibt es nur 300 Sonnentage im Jahr und keine 365. Aber mit diesen Fotos sollte ebenfalls bewiesen sein, dass auch bewölkte Tage am Strand durchaus was Schönes haben.

Diesmal an einem Strand Richtung Osten, Xiangshui Bay (Perfume Bay) in der Nähe von Lingshui, ungefähr eine Stunde ausserhalb von Sanya.

Kilometerlanger Strand ganz allein für die Hunde und uns.

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Zeit für ein neues Abenteuer!

Nachdem wir beide abwechselnd jetzt insgesamt zwei Monate alleine rumgereist sind, wollten wir unser erstes gemeinsames Wochenende natürlich zusammen nutzen. Deswegen war mein Geburtstagsgeschenk für Nils ein kleiner Ausflug mit dem Zelt und einem gemieteten Auto – zugegeben, ein wenig eigensinnig das Geschenk, Nils musste ja fahren 🙂 Dafür habe ich ein Zelt besorgt, das Auto organisiert und die Route geplant.

Die Ostseite der Insel kennen wir mittlerweile schon relativ gut, auch wenn wir noch eine Menge Ausflugsziele auf unserer Liste haben, weil dort die Zugstrecke schon eröffnet ist. Dieses mal ging es deswegen Richtung Westen für drei Tage, mit den Hunden, einer Menge Pläne und einem Zelt im Gepäck.

Tag 1

Das Auto wurde uns ganz untypisch chinesisch exakt pünktlich zu uns nach Hause gebracht und nachdem wir tanken waren (hier kriegt man einen Mietwagen leer und muss ihn leer wieder abgeben… angeblich aus Angst davor, dass der Tank mit Wasser oder billigem Benzin aufgefüllt wird sonst), ging es auch sofort los. Unser erstes Ziel war Ledong, eine Stadt ein bisschen im inneren der Insel mit dem Xishan Gebirge direkt nebenan. Wunderschöne Aussicht und ein Spaziergang mit den Hunden zwischen Feldern und mit Blick auf die Berge.

Danach gings eine kleine Landstrasse weiter zu einem Dorf mit traditionellen bootförmigen Lehmhäusern, in denen bis vor kurzem, und teilweise in sehr abgelegenen Dörfern immer noch, die Li gewohnt haben. Li sind eine ethnische Minderheit auf der Insel und sind seit ein paar Jahren von der Regierung geschützt, deswegen dürfen sie zum Beispiel mehr als ein Kind haben und bekommen spezielle Unterstützungen. Für die Leute im Inselinneren ist es immer eine kleine Sensation, wenn Ausländer vorbeikommen und leider hab ich so meine Sprachprobleme mit den Einheimischen, die dann doch einen sehr eigenen Dialekt haben und nicht so richtig Mandarin sprechen. Trotzdem sind die Leute wirklich unglaublich freundlich, auch wenn man nicht immer versteht, was sie so sagen und wissen wollen 🙂 Das grösste Hindernis auf den Strassen sind entweder Baustellen für neue Brücken, bei denen man dann über provisorische Stege aus Holz übers Wasser fahren muss, oder Schweine, Büffel, Hühner oder Hunde, die eher keine Ambitionen haben, für ein Auto Platz zu machen. Die Aussicht während der Fahrt entschädigt aber für alles, weil fast die komplette Inselmitte bergig ist und das Grün vom Regenwald einfach unglaublich schön ist.

Auf dem Weg haben wir dann noch kurz halt gemacht beim Daguangba, einem riesigen Staudamm am Changhua Fluss. Nils war von der Technik begeistert und ich habe mich von dem Blick in die Ferne überzeugen lassen.

Die letzte Station des Tages war dann Basuo, wieder zurück an der Küste. Dort haben wir uns nur noch etwas zu Essen besorgt und uns dann einen Schlafplatz gesucht: Mit unserem Zelt direkt am Strand.

Tag 2

Es gibt wirklich morgens nur wenige Dinge, die schöner sind, als einfach das Zelt aufzumachen und das Meer zu sehen. Die Hunde fanden es auch super, auch wenn Meili ein kleines Andenken mitgenommen hat leider, aber dazu später mehr. Der erste Programmpunkt unserer zweiten Tages war Yelinzhou, ein Leuchtturm auf einem kleinen Felsen direkt am Strand. Unten in den Felsen wurde ein buddhistischer Tempel gebaut mit mehreren Statuen und Schreinen. Da wir gleich morgens dort waren, war es noch fast menschenleer und wir konnten ziemlich alleine die Aussicht und das Meer geniessen.

Danach ging es weiter zum Datian Nature Reserve, einem Naturschutzgebiet für eine besondere Rehart, die es nur auf Hainan gibt, und auch Leoparden, Affen und andere Dschungeltiere. Leider scheint jemand die Lust verloren zu haben, diese Sehenswürdigkeit zu Ende zu bauen, weil zwar ein riesiges, schönes Gebiet präpariert wurde und dort auch die Tiere leben, man aber kaum heran kommt und der Eintrittsbereich auch gar nicht geöffnet ist. War uns aber egal und wir sind einfach am Zaun entlang gegangen, haben die Aussicht genossen und tatsächlich auch ein paar der seltenen Rehe zu Gesicht bekommen.

Leider mussten wir dann eine Station streichen, trotz wirklicher Mühe von uns und ein paar Dorfbewohnern: Changhua Ancient Town. Eigentlich ist es eine Stadtmauer aus dem 14. Jahrhundert, die die japanische Besetzung überstanden hat. Wir waren auch bestimmt im Umkreis von 1km dran und eine Menge Leute konnten uns die ungefähre Richtung sagen, aber leider haben wir es im Wald nicht gefunden. Nach etwa einer Stunde Suche haben wir aufgegeben und sind zu unserem nächsten Ziel gefahren, der Qizi Bucht. Dieser Strand ist 20km lang und es gibt kaum Dörfer, die daran grenzen, er ist also wirklich über weite Strecken komplett naturbelassen und ruhig. Leider zeigt sich auch da wieder der Bauboom und man sieht überall bereits für Hotels abgesperrte Baugrundstücke, aber das wird alles noch ein paar Jahre dauern und noch konnten wir einfach nur beeindruckt sein von diesem riesigen, unberührten Strand. Als wir uns gerade überlegt haben, wo wir das Zelt aufstellen wollen… haben wir Meilis Mitbringsel entdeckt: Sie hat sich morgens beim Spielen am Strand einen Angelhaken durch die Haut gerammt, der ihr jetzt in der Seite gesteckt hat. Da er sich schon komplett durch und mit dem Widerhaken wieder raus gebohrt hatte, konnte man ihn leider auch nicht einfach so rausziehen. Deswegen nicht lange überlegt und mit den Hunden schnellstmöglich zurück nach Hause, mit einer Zange den Haken raus und jede Menge Desinfektionsmittel drauf. Schade war es, aber wir lassen uns die Laune ja nicht so schnell verderben und haben uns stattdessen darüber gefreut, dass wir Samstag Abend noch Fussball gucken konnten.

Und es waren zwei unglaublich tolle Tage, die wir sicher bald mal wieder wiederholen werden – vor uns liegt ein spannender Sommer.

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Pilgertrip

Wir waren pilgern – also so, wie man in China pilgert: Zu Mao.

Ich will ja nicht zuviel versprechen, aber es war spektakulär, atemberaubend, von wundervoller Schönheit, beeindruckend und sonnig. Zumindest der Weg bis zu unserer Pilgerstätte.

Nachdem Nils jetzt einen Chinesischen Führerschein hat (ich könnte nicht stolzer sein, dass er seine Prüfung beim allerersten Versuch bestanden hat!), können wir jetzt endlich auch mit den Hunden zusammen ein bisschen mehr reisen. Und auf unserer Reiseliste gefehlt, hat bis jetzt noch der legendäre Maogan Shan. Ein Berg, der aussieht wie ein liegender Mao. Was soll man sagen, es ist ein Berg. Und in gewisser Weise hat dieser Berg auch einen Teil, der irgendwie wie ein menschlicher Kopf wirkt. Aber da wir ja noch nicht wissen, ob wir nicht doch mal ewig in China bleiben wollen, musste dieser Besuch einfach sein, verbunden mit etwas Demut 🙂

Das Beste war, dass wir den Berg schon selber erkannt hatten, als wir eine falsche Abzweigung genommen haben. Wir sind wir direkt darauf zu gefahren und hatten den perfekten Blick. Eine kurze Nachfrage bei Leuten am Strassenrand hat dann aber gezeigt, dass wir auf dem falschen Weg sind und eigentlich woanders hin müssen. Von dort hatte man exakt den gleichen Blick auf den Berg, allerdings für 2 Euro pro Person. Dazu gab es jede Menge Statuen, Flaggen und einen kleinen buddhistischen Tempel. Stewie hat eine der Statuen angebellt, wenn wir bald wieder zurückkommen sollten, dann liegt es an unserer Ausweisung wegen Fehlverhaltens – danke Stewart.

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