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Archive for November 2013

Yacheng Zhen

Yacheng ist das eigentliche Sanya. Zumindest war es das bis Mitte der 50er Jahre. Dann hat jemand beschlossen, dass das heutige Sanya irgendwie ein besseres Sanya waere und hat den Namen umgelegt und das administrative Zentrum des Bezirks gleich mit.

Da es dort in der Stadt keine direkten Straende gibt, ist die Stadt auch noch nicht so modernisiert worden wie unser Zuhause. Wir sind hingefahren und haben uns von einer Freundin eine kleine Fuehrung geben lassen, sie kommt von dort und verbringt heute noch traditionell chinesisch jeden freien Tag mit ihrer Familie. Der erste Stop war ihr Elternhaus, das mittlerweile vermietet wird. Als sie dort als Kind aufgewachsen ist, gab es noch keinen Strom… und sie ist erst knapp 30. Wenn man das heutige Hainan sieht mit seinen 5-Sterne-Hotels und Golfplaetzen ueberall, kann man sich kaum vorstellen, dass das hier mal ein Exil und eine der rueckstaendigsten Regionen des Landes war.

In der Stadt selbst sind wir zuerst zum Yingwang Turm gefahren. Sie musste tatsaechlich selbst im Bus erst mal nach dem Weg fragen, weil sie den Turm gar nicht kannte, Chinesen haben ein sehr eigenes Verstaendnis von Heimatliebe 🙂
Der Turm wurde 1851 gebaut und wird auch „Kleiner Turm von Pisa“ genannt, weil er genau wie das grosse Original langsam umkippt. Danach mussten wir natuerlich erst mal etwas essen, in China muss man einfach alle zwei Stunden etwas essen, es geht gar nicht anders, mit den ganzen Verfuehrungen ueberall und staendig haben alle anderen Leute auch was zu Essen in der Hand.

Weiter gings dann zum Konfuzius Tempel, wo wir uns im Tempelgarten extrem heimisch gefuehlt haben, weil ueberall Tannen standen und es gerochen hat wie in einem deutschen Nadelwald. Und das im suedlichsten Konfuzius Tempel Chinas! Echt schoen, noch originalgetreu und schon Jahrhunderte alt.

Danach sind wir noch durch die historischen Strassen gelaufen, mit 300 Jahre alten Gebaeuden, haben uns frisches Erdnussoel per Hand pressen lassen und uns von ihr eine Menge ueber ihre Kindheit erzaehlen lassen.

Schoener, ruhiger, erholsamer Ausflug. Und ausnahmsweise mal weg von Meer und Strand!

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Tandemtour

Nils‘ Kindheitstraum hat sich erfuellt, ab jetzt braucht er nichts mehr zum Gluecklichsein.

Wir waren Tandemfahren! Er durfte vorne sitzen, aus unerfindlichen Gruenden hat er behauptet das waere fuer alle Beteiligten die sicherste Variante. Aber ich muss es ihm lassen, unsicher hab ich mich nicht gefuehlt. Nur ein oder zwei mal, als wir kurz in weichen Sand und ins Schwanken gekommen sind.

Der eigentliche Plan war etwa 15km zu fahren immer den Strand entlang, bis zu einem deutschen Brauhaus. Ich hatte mich schon auf meine Kaeseplatte gefreut und Nils wollte sich dringend mit einem Weizen belohnen. Und dann kommen wir nach getaner Arbeit an… GESCHLOSSEN! Entschuldigung, aber jemand muss euch hier dringend mal deutsche Biergartentradition beibringen. Ab 18:30 Uhr geoeffnet. Wozu sind sonnige Nachmittage das ganze Jahr denn da? Damit man sie im Biergarten verbringen kann!

Aber an Sonntagen ist sich aergern ganz offiziell verboten auf Hainan. Also haben wir uns einen Alternativplan ueberlegt, sind wieder ein Stueck zurueck gefahren und haben uns chinesisches Bier in einer Strandbar gegoennt. Hilft ja nix.

Schoen war der Nachmittag aber trotzdem – und um das Ganze auch Nils-und-Annelen-typisch super kitschig abzuschliessen:

Auch auf dem Tandem sind wir ein Traumpaar 🙂

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