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Archive for Juli 2013

Haikou

Über die Hauptstadt der Insel haben wir ziemlich gemischte Dinge gehört… da wollten wir es uns doch einfach mal selber ansehen! Also ab in einen Zug und auf nach Haikou ganz in den Norden der Insel. Ein Highlight ist auf jeden Fall immer schon die Zugfahrt. Hainan ist einfach eine unglaublich schöne Insel, mit den Stränden und der bergigen Dschungellandschaft im Landesinneren.

In Haikou waren wir zuerst in einer Tempelanlage (Wu Gong Ci), die Tempel der Fünf Minister. Ich konnte es mir nicht verkneifen, von den Rechtschreibfehlern bei der englischen Übersetzung Fotos zu machen 🙂 Da hab ich aber auch das Recht zu, weil sich Chinesen auch dauernd über meine nach wie vor sehr dürftige Schrift lustig machen. Die Anlage selbst war wunderschön, sehr ruhig gelegen und in Haikou sind auch bei weitem nicht so viele Touristen wie in Sanya bei Sehenswürdigkeiten. Ausserdem war sie nicht inseltypisch nur erbaut, um den Touristen eine weitere Attraktion zu bieten, sondern steht schon ein paar Jahre länger an genau dieser Stelle mit einer heiligen Quelle in der Mitte.

Danach sind wir weiter gefahren in die Stadtmitte und sind einfach ein bisschen rumgeschlendert zwischen den antiken Häusern. Dort sieht es schon wirklich anders aus, als in unserer durchgestylten, neu gebauten Stadt. Sanya war vor ein paar Jahren noch ein kleines Fischerdorf und sie haben quasi aus dem Nichts eine Luxusstadt daraus gemacht und konnten so alles entwerfen und planen (was nicht immer heisst, dass alle Planungen auch Sinn machen – aber abreissen und neubauen kann auch als Arbeitsbeschaffungsmassnahme sehr sinnvoll sein!). Haikou war schon immer eine mehr oder weniger große Stadt und ist langsamer gewachsen, ist dadurch aber auch wesentlich verfallener. Irgendwie hat uns der Charme der Stadt aber gefallen. Strassenmärkte unter Planendächern, überall kleine Verkaufsstände an den Strassenrändern und allgemein eine eher ruhigere Stimmung als im hektischen Sanya.

Abgehend von den Hauptstrassen gibt es kleine Gassen, die zu traditionellen Innenhöfen mit antiken Häusern führen, man sieht noch viel mehr richtige Hainanesen und fühlt sich ein bisschen mehr wie im echten China. Aber auch hier darf natürlich die Quoten-McDonalds-Filiale nicht fehlen.

Insgesamt haben wir die Stadt echt genossen, aber zum Wohnen ist Sanya die schönere, wenn auch teurere, Wahl.

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