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Archive for März 2013

Geburtstage

Jetzt haben wir auch beide unseren ersten Geburtstag im neuen Zuhause gehabt. Naja, Nils eher weniger. Er hat seinen Geburtstag irgendwo in der Luft und auf Flughäfen verbringen müssen/dürfen (in der Business Class kann man es schon fast eher „dürfen“ nennen), nachdem er leider seinen Flieger in Richtung Sanya verpasst hatte und dann mit so einigen Stunden Verspätung hier angekommen ist. Und dieses mal konnte er sogar gar nichts dafür, dass er zu spät war.

Also haben wir dann einfach meinen Geburtstag so gefeiert, als würde es unser gemeinsamer Geburtstag sein. Morgens mit dem Duft von Pfannkuchen aufzustehen – daran könnte ich mich gewöhnen. Den Nachmittag haben wir dann in einem Hot Springs Resort verbracht, zwischendurch gönnen wir uns auch mal ein wenig Dekadenz hier. Zwischen Kaffee-Pool, Hängematten, Palmen und Kokosmilch-Pool ließ sich wie erwartet auch ganz hervorragend entspannen. Nur an den Pool mit den kleinen Fischen, die einem überall rumknabbern, musste man sich doch irgendwie erst gewöhnen.

Fazit: Im März Geburtstag haben und dann in der Sonne den Tag geniessen zu können bei Sommerwetter… es gibt definitiv schlechtere Dinge! Auch wenn gerade an solchen Tagen die Heimat natürlich schon fehlt.

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Lange zwei Monate später gibt es mal wieder etwas Neues von uns. Ich hab mich auf den Weg gemacht, einmal die Welt zu umrunden mit Zwischenstops in den USA und Deutschland und Nils hat in der Zeit seine Bachelorarbeit in Angriff genommen, da blieb nicht viel Zeit für Updates.
Zum krönenden Abschluss meiner kleinen Reise haben wir uns in Japan getroffen und ein paar Tage auf einer Messe dort gearbeitet und ganz nebenbei ein neues Land zusammen kennenlernen dürfen.

Japan. Ist. Anders.

Anders als alles, was ich bisher irgendwo in Asien erlebt habe. Würden die Menschen nicht alle schwarzhaarig und braunäugig sein, hätte ich glatt gedacht, ich hätte mich im Flieger verirrt und wäre irgendwo in Europa gelandet. Der erste Kulturschock kam schon am Bahnhof auf dem Weg nach Yokohama zum Hotel. Eine Reihe, in der ich mich stellen soll schon 10 Minuten bevor der Zug überhaupt eintrifft? Und dann nicht irgendeine Reihe, sondern die, die auf meiner Zugfahrkarte steht? Nun gut, alle machen’s, will ich mal kein Spielverderber sein. Also ab in die Reihe und auf den Zug gewartet. Und dann kostenloses W-Lan im Zug, super, hatte ja genug Zeit. Aber dann gleich der Hinweis, der ganz dezent an ca. 10 verschiedenen Orten neben, über, unter meinem Sitzplatz geklebt hat „bitte achten Sie darauf, andere Fahrgäste nicht mit ihrer Computernutzung zu belästigen (z.B. durch Tastengeräusche)“. Vielleicht also eher doch Laptop wieder weg. Und Atmen auf ein Mimimum runterfahren, um nicht so aufzufallen. Im Hotel hatte ich dann kurz Angst, dass die nette Frau an der Rezeption sich ihren Kopf am Tisch aufschlägt, so tief und oft wie sie sich verbeugt hat. Automatisch war meine Stimme zu dem Zeitpunkt und für den Rest meines Aufenthaltes bereits im Flüstermodus. Am ersten Abend dann gleich unser großer Japan-Traum… original Sushi essen gehen. Gut war’s, unglaublich war’s. Ich habe mich noch niemals so satt gefühlt von rohem Fisch und unsere japanischen Begleiter waren hocherfreut uns so beglückt zu sehen und uns ihre Essenskultur zu zeigen. Ganz nebenbei auch ihre Trinkkultur, wobei ich sagen muss, dass warmer Sake vielleicht nicht zwingend mein Lieblingsgetränk wird. Hätte Nils diesen Eintrag hier geschrieben, hätte er vermutlich hauptsächlich von den Vorteilen warmer Sake gehandelt.

Am letzten Abend haben wir es uns dann nicht nehmen lassen und sind nach Tokyo reingefahren und haben noch ein bisschen klassisch-touristische Dinge getan. Zuerst gings zum Skytower, um diese beeindruckende Stadt von oben zu sehen. Auch auf knapp 400m kann man das Ende dieser unfassbar großen Metropole nicht mal erahnen, wohin man schaut, Lichter, Strassen, Brücken… beeindruckend wäre untertrieben. Wieder auf Normal Null angekommen haben wir uns noch wunderschön beleuchtet ein paar Tempel bei Nacht angesehen mitten in der Stadt, um anschließend einen typischen Nudelimbiss auszuprobieren, bei dem man draussen wie an einem Zigarettenautomaten bestellt und dann drinnen sein Essen abholen kann.

Und jetzt heisst es wieder China: Wo nicht einmal Umzüge um Mitternacht in der Woche, inkl. Montage der Möbel, als Belästigung der Mitmenschen gilt. Und ja, da bin ich ehrlich, China… du hast mir gefehlt!

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